Abwasserentsorgung

Abwasserentsorgung ist ein Thema mit dem sich jeder Poolbesitzer, egal ob großes oder eher kleines Becken, irgendwann mal beschäftigen muss. Erstmal muss man sich überlegen, wie man es überhaupt macht und dann gibt es da auch noch rechtliche Aspekte.
Generell kann man in vier verschiedene Möglichkeiten zur Entsorgung unterteilen: die großflächige Verrieselung, die Einleitung in einen Vorfluter, die Einleitung in eine Schmutz- oder Mischwasserkanalisation und die Entsorgung über einen Grubendienst.

Die großflächige Verrieselung

Diese Methode wohl die einfachste, jedoch braucht man hierfür, wie der Name schon nahelegt, eine große Fläche mit ausreichender Vegetation wie zum Beispiel eine Wiese. Im Interesse des Boden- und Gewässerschutzes sollte man nur relativ „sauberes“ Wasser auf Wiesen entsorgen, das heißt, dass das Wasser lediglich mit Chlordesinfektion behandelt wurde und keine weiteren Zusatzstoffe verwendet wurden. Der Aktivchlorgehalt sollte vorab kontrolliert werden und sollte die 0,05 mg pro Liter nicht überschreiten.
Außerdem sollte man erwähnen, dass die Verrieselung keine Rechte Dritter verletzen darf, heißt dass man nicht einfach zum Nachbargarten gehen kann.
Grundsätzlich gilt dies auch für Grundwasserschongebiete, da nicht auszuschließen ist, dass die Verrieselung Auswirkungen auf die Beschaffenheit des Grundwassers hat, daher sollte man sich im Zweifelsfall mit der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde in Verbindung setzen, ob eine wasserrechtliche Bewilligung erforderlich ist.

Die Einleitung in einen Vorfluter

Falls keine großflächige Wiese zur Verfügung steht, wäre eine Möglichkeit zur Entsorgung ein Fließgewässer. Auch hier gilt allerdings zu beachten, dass die 0,05 mg pro Liter nicht überschritten werden und dass man das Abwasser nicht direkt in das Gewässer gießt, sondern es ufernah verrieseln lässt, da der Restchlorgehalt Fischsterben verursachen kann.
Hat man andere Aufbereitungsmittel verwendet, muss man sich eine wasserrechtliche Bewilligung einholen, da das Risiko für mögliche Folgeschäden einfach zu hoch ist.

Die Einleitung in eine Schmutz- oder Mischwasserkanalisation

Sind die Voraussetzungen für die beiden genannten Punkte nicht gegeben, entweder weil weder Wiese noch Gewässer vorhanden ist oder weil das Wasser zu verschmutzt ist, besteht die Möglichkeit zur Einleitung in einen Kanal. Hierfür muss man sich die Zustimmung des Kanalisationsunternehmens einholen.

Die Entsorgung über einen Grubendienst

Ist nun auch kein Kanalanschluss vorhanden oder hat man die Zustimmung dazu nicht erhalten, bleibt als letzte Möglichkeit die Abwässer in einer dichten Sammelgrube zu sammeln und dann von einem Grubendienst abholen zu lassen.

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1 Antwort

  1. 28. September 2014

    […] sind Beckenentleerungsabwässer nur gering verschmutzt und sollten, soweit möglich, über eine großflächige Verrieselung entsorgt werden. Man muss lediglich beachten, dass der Aktivchlorgehalt und 0,05 mg pro Liter […]

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