Brunnenwasser oder doch lieber Leitungswasser für den Pool?

Je nach Größe des Pools kann es kostenintensiv werden, wenn man seinen Pool mit Leitungswasser befüllen möchte. Gut, wenn man einen Brunnen hat, mag sich da so manch einer denken, dich sollte man sein Becken mit Brunnenwasser füllen oder ist das eher bedenklich? Im folgendem Artikel lest ihr alles was ihr wissen und beachten müsst.

Keime im Brunnenwasser?

Brunnenwasser kann mikrobiologisch belastet sein. Das sollte man vorher auf jeden Fall testen lassen, beispielsweise durch ein chemisches Untersuchungslabor. Dort wird es dann auf Coliforme Keime, Escherichia coli und Enterokokken geprüft. Wie wahrscheinlich solche Keime sind ist von verschiedenen Faktoren abhängig zum Beispiel hängt es von der Brunnentiefe ab oder ob in näherer Umgebung ein Feld ist, welches vom Bauern regelmäßig gedüngt wird. Chlor tötet diese Keime zwar ab, aber vielleicht möchte nicht jeder Poolbesitzer das Brunnenwasser für sich nutzen. Daher sollte dies vorher abgeklärt werden. Manche Poolbesitzer füllen den Pool bei Saisonbeginn mit Leitungswasser und füllen mit Brunnenwasser nach z.B. nach einem Rückspülvorgang.

Was kann noch in Brunnenwasser vorkommen?

Im Brunnenwasser kann neben Nitrat auch Eisenoxid, Ammonium oder Mangan enthalten sein. Ebenso ist auch ein erhöhter Calcium- oder Magnesiumgehalt möglich. Das alles können wir im Schwimmbecken nicht gebrauchen. Ist Eisenoxid im Brunnenwasser merkt man es daran, dass sich das Wasser sobald man es chlort grün oder blau färbt. Es empfiehlt sich also erstmal einen Eimer mit dem Brunnenwasser zu befüllen und zu testen wie das Wasser auf das Chlor reagiert.

Nach spezieller Aufbereitung kann man das Wasser jedoch trotzdem für den Pool verwenden.

Ist das Brunnenwasser zu eisenhaltig gehen sie wie folgt vor

Füllen sie den Pool mit dem Brunnenwasser und stellen sie den pH-Wert auf 7,0 bis 7,4 ein und führen sie eine Stoßchlorung mit Turbochlor Granlat oder Chlorfix durch. Für die nächsten ein bis zwei Tage kann der Chlorwert auf 3ppm hochgefahren werden, baden sollte man in dieser Zeit auf keinen Fall. Das Eisen fällt nun aus und muss raus. Legen sie also eine Bayrol Superfloc Plus Kartusche in den Skimmer und filtern mit ihrer Sandfilteranlage die nächsten 48 Stunden durch. Prüfen sie nach 24 Stunden den pH-Wert und den Chlorgehalt und korrigieren sie ihn, falls notwendig. Keinesfalls sollte man den Sandfilter während er 48 Stunden Rückspülen. Nach dieser Zeit führen sie dann die Rücksülung durch, falls vorhanden optimalerweise über den Bodenablauf. Sollten sich Sedimente auf dem Poolboden abgesetzt haben, saugen sie diese vorher ab. Ist das Wasser noch nicht kristallklar wiederholen sie den kompletten Vorgang. Spätestens dann sollte das Wasser optimal zum Baden sein.

wenn mit Brunnenwasser nachgefüllt wird, z.B. nach einem Rückspülvorgang, sollte immer eine Bayrol Super Flock Kartusche in den Skimmer gelegt werden. Sie dient zue effektiven Vorbeugung und Entfernung von Trübungen im Badewasser. Durch das enthaltene Lanthan werden außerdem zuverlässige Phosphate und Metall-Ionen aus dem Poolwasser entfernt. Dies verhindert Algenwachstum und Verfärbungen des Wassers.

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